ISO/IEC 38500
Bedeutung der ISO/IEC 38500 im Facility Management
ISO/IEC 38500 ist die internationale Norm für die Governance von Informationstechnik (IT) in Organisationen. Sie richtet sich insbesondere an Leitungsorgane (z.B. Geschäftsführung, Vorstand) und deren Berater und definiert Leitprinzipien für einen effektiven, effizienten und akzeptablen IT-Einsatz. Die Norm beschreibt IT-Governance als Teilbereich der Corporate Governance und gilt für alle Organisationen (Unternehmen, Behörden, Non-Profits) unabhängig von Größe und IT-Umfang. Ziel ist es, durch verbindliche Grundsätze und eine einheitliche Terminologie das Vertrauen von Stakeholdern in die IT-Nutzung zu stärken und Führungsgremien eine Orientierung bei IT-Entscheidungen zu geben. So sollen etwa Verantwortlichkeiten für IT-Angebote und –Nachfrage im Hinblick auf Unternehmensziele geklärt und „Nachhaltigkeit und Kontinuität der Geschäftstätigkeit“ sichergestellt werden. Die seit 2024 vorliegende Revision erweitert die Prinzipien um Aspekte wie ethisches Verhalten und nachhaltige Ressourcennutzung, um IT-Einsatz unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu lenken.
ISO/IEC 38500 liefert den übergreifenden Rahmen, in dem alle diese Managementsysteme verankert sind. Sie fordert eine klare Rollenverteilung und eine Leitlinie, damit technische Standards (z.B. ISO 27001 für IT-Sicherheit, ISO 41001 für FM-Prozesse) tatsächlich wirksam umgesetzt werden. Gleichzeitig ermöglichen solche Normenprüfungen nach ISO/IEC 38500 einen kohärenten Systemverbund (z.B. integrierte Audits). Auf diese Weise unterstützt ISO/IEC 38500 Facility Manager und Führungskräfte dabei, Sicherheits-, Energie- und Kontinuitätsinitiativen ganzheitlich in die Unternehmenssteuerung einzubetten.
