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3D5 Reaktionszeitentabelle

Facility Management: Security » Ausschreibung » Bewachungsvertrag » 3D5 Reaktionszeitentabelle

Reaktionszeitentabelle im Bewachungsvertrag zur Festlegung von Einsatz- und Reaktionszeiten

Reaktionszeitentabelle – Sicherheitsbetrieb

Eindeutige Dokumentenidentifikation

Dokumentenidentifikation

Element

Beschreibung

Titel des Dokuments

Reaktionszeitentabelle – Sicherheitsbetrieb

Bezeichnung der Liegenschaft

[Anonyme Liegenschaft – Name und Anschrift des Objekts]

Referenznummer des Ausschreibungs-/Vertragsdossiers

[Nummer]

Auftraggeber (vollständiger juristischer Name)

[Name des Auftraggebers]

Ausgabedatum

[Datum]

Versionsnummer und Versionshistorie

[Version Nr. / Historie der Aktualisierungen]

Zweck und Ziele

Der Zweck dieses Dokuments besteht darin, die maximal zulässigen Reaktionszeiten für kritische Sicherheitsereignisse und operative Anforderungen in der Liegenschaft festzulegen. Ziel ist es, klare Benchmarks zur Bewertung der Sicherheitsdienstleistung bei risikoreichen oder zeitkritischen Situationen zu definieren und diese Spezifikationen als verbindliche Leistungspflicht in die Service‑Level‑Vereinbarung (SLA) zu integrieren.

Definierter Geltungsbereich

  • Einbruch-/Überfallalarme: Reaktion auf Alarmsignale von Perimeter‑ oder Innenraumsensoren.

  • Brandalarme: Bestätigung von Alarmen, Einleitung/Unterstützung der Evakuierung bis zum Eintreffen der Feuerwehr.

  • Technische Alarme: Störungen oder Ausfälle sicherheitsrelevanter Systeme (z. B. Ausfall der Videoüberwachung, Zugangskontrollsysteme, Gefahrenmeldeanlagen).

  • Vor-Ort‑Einsatz bei Sicherheitsverletzungen: Reaktion auf Störungen oder besondere Vorkommnisse an der Liegenschaft.

  • Entsendung zusätzlichen Personals: Einsatz zusätzlicher Kräfte zur Bewältigung von Notlagen oder für Veranstaltungs- und Sonderabsicherung.

Der Anwendungsbereich umfasst Tagesbetrieb, Nachtschichten, Wochenenden sowie gesetzliche Feiertage.

Eindeutige Begriffsbestimmungen

  • Reaktionszeit: Zeitraum zwischen der Erstbenachrichtigung und dem Eintreffen des Sicherheitspersonals am Ereignisort bzw. dem Beginn der erforderlichen Maßnahmen.

  • Eskalationsprozess: Schrittweiser Aktionsplan, der angewendet wird, wenn die festgelegten Reaktionszeiten überschritten werden.

  • Kritisches Ereignis: Sicherheitsrelevanter Vorfall, der unmittelbare Maßnahmen zum Schutz von Personen, Eigentum oder Betriebsabläufen erfordert.

Reaktionszeitentabelle für Sicherheitsereignisse

Sicherheitsereignis

Beschreibung

Erforderliche Reaktionszeit

Eskalationseintritt

Eskalationsprozess

Einbruch-/Überfallalarm

Alarm durch Perimeter‑ oder Innenraumsensoren

≤ 5 Minuten

> 5 Minuten

Information an Objektleiter und Sicherheitsverantwortlichen des Auftraggebers

Brandalarm (Rolle des Sicherheitsdienstes)

Alarm bestätigen, Evakuierung unterstützen, bis Feuerwehr eintrifft

≤ 3 Minuten

> 3 Minuten

Sofortige Eskalation an Objektleiter und HSE‑Beauftragten (Health, Safety & Environment)

Ausfall CCTV-System

Ausfall oder Verlust der Überwachungstechnik

≤ 10 Minuten

> 10 Minuten

Eskalation an Technischen Dienst und Sicherheitsbeauftragten des Auftraggebers

Ausfall Zugangskontrollsystem

Ausfall der elektronischen Tür- oder Torsteuerung

≤ 15 Minuten

> 15 Minuten

Eskalation an IT-Administrator/Sicherheitssystem-Administrator des Auftraggebers

Anforderung zusätzlicher Sicherheitskräfte

Einsatz zusätzlicher Kräfte für Vorfall, Veranstaltung oder erhöhten Sicherheitsstatus

≤ 60 Minuten

> 60 Minuten

Eskalation an die operative Einsatzleitung zur Entsendung von Reserven

Eskalationsverfahren für Sicherheitsereignisse

  • Stufe 1 – Operative Ebene: Der Einsatzleiter vor Ort ergreift unverzüglich Maßnahmen und informiert den Sicherheitsmanager des Objekts.

  • Stufe 2 – Managementebene: Der Sicherheitsmanager informiert den Sicherheitsbeauftragten des Auftraggebers und initiiert den Notfall-/Kontingenzplan.

  • Stufe 3 – Externe Behörden: Bei gravierenden Vorfällen werden die Geschäftsleitung und externe Behörden (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst) eingeschaltet.

Alle Eskalationsschritte müssen zeitlich dokumentiert und im Ereignisbericht vermerkt werden.

Integration in SLA und KPI‑Messung

Die in Kapitel 5 definierten Reaktionszeiten sind verbindliche SLA‑Zielwerte. Ein Beispiel für einen Leistungsindikator (KPI) lautet: „95 % der Einbruchalarme werden innerhalb von 5 Minuten pro Monat beantwortet.“ Bei Nichterreichen der Zielwerte können vertraglich vereinbarte Strafzahlungen oder Servicegutschriften angewendet werden.

Klare Verantwortlichkeiten festlegen

  • Sicherheitsdienstleister (Auftragnehmer): Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, Bereitstellung ausreichenden Personals und von Ausrüstung, Schulung des Personals und dokumentierte Erfassung aller Reaktionszeiten. Der Auftragnehmer muss über die erforderliche Bewacherlaubnis nach § 34a Gewerbeordnung (GewO) verfügen und die Anforderungen der Bewachungsverordnung (BewachV) erfüllen. Gemäß § 34a Abs. 1 GewO darf gewerbsmäßige Bewachung nur mit behördlicher Erlaubnis erfolgen; die Erlaubnis kann Auflagen enthalten und wird versagt, wenn Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Nachweis der Sachkundeprüfung oder Haftpflichtversicherung fehlen. Beschäftigte im Sicherheitsdienst dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie zuverlässig sind und eine Belehrung bzw. Sachkundeprüfung erfolgreich absolviert haben.

  • Sicherheitsabteilung des Auftraggebers: Überprüfung der Leistungsberichte, Feststellung der SLA‑Erfüllung, Freigabe von Eskalationen bei schwerwiegenden Verstößen sowie Ansprechpartner für betriebliche Besonderheiten.

Berichterstattung und Verifizierung

  • Zeitpunkt des Ereigniseintritts;

  • Zeitpunkt der Alarmierung des Sicherheitsteams;

  • Zeitpunkt des Eintreffens vor Ort oder des Beginns der Maßnahme;

  • Maßnahmen und Feststellungen vor Ort;

  • Abschluss und Ergebnis der Maßnahme.

Zur Verifizierung werden GPS‑Tracking, Daten der Alarmanlagen, Leitstellenprotokolle, Funkverkehrsaufzeichnungen und Zutrittslogs herangezogen. Monatliche SLA‑Berichte werden dem Auftraggeber zur Kontrolle vorgelegt.

Überprüfung und Aktualisierung

Die Reaktionszeiten werden mindestens jährlich oder nach wesentlichen Sicherheitsvorfällen überprüft. Aktualisierungen erfolgen im Einklang mit veränderten Gefährdungslagen, behördlichen Vorgaben oder technischer Weiterentwicklung. Vorherige Versionen werden zur Auditierung archiviert.

Übersicht der Anhänge bereitstellen

  • Klassifizierungshandbuch für Vorfälle: Übersicht über Vorfallsarten und zugehörige Eskalationsstufen.

  • Eskalationsflussdiagramm: Grafische Darstellung des Eskalationsprozesses für verschiedene Ereignisse.

  • SLA-/KPI‑Referenzblatt: Zusammenstellung aller vereinbarten Zielwerte und Messmethoden.

Eingang von Unterlagen bestätigen

Der Sicherheitsdienstleister bestätigt, dieses Dokument erhalten zu haben und die beschriebenen Verfahren in seine Sicherheitsabläufe integriert zu haben. Die Empfangsbestätigung ist schriftlich zu dokumentieren.

Unterschriften und Autorisierung

Partei

Name (in Druckschrift)

Funktion

Unterschrift

Datum

Firmenstempel

Vertreter des Auftraggebers

         

Vertreter des Sicherheitsdienstleisters