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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Security im planungs- und baubegleitenden Facility Management

Facility Management: Security » Konzept » Planungsbegleitendes FM

Security im planungs- und baubegleitenden Facility Management: Sicherheit mitdenken, integrieren und zukunftssicher umsetzen

Security im planungs- und baubegleitenden Facility Management: Sicherheit mitdenken, integrieren und zukunftssicher umsetzen

Moderne Sicherheitskonzepte lassen sich nicht erst im Betrieb implementieren – sie müssen von Anfang an integraler Bestandteil der Gebäudeplanung sein. Im Rahmen des planungs- und baubegleitenden Facility Managements (FM) trägt das Sicherheitsmanagement dazu bei, dass Gefahren abgewendet, Schwachstellen vermieden, Betriebsabläufe geschützt und Betreiberpflichten erfüllt werden. Das Ziel: technisch wirksame, nutzerfreundliche und wirtschaftlich tragfähige Sicherheitslösungen, die vom ersten Tag an funktionieren. Security ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Organisation, Nutzerführung und Verantwortung. Das planungsbegleitende FM bringt die betrieblichen Anforderungen an Sicherheitssysteme, Meldeketten, Kontrollfunktionen und Zugangskonzepte frühzeitig in die TGA-, Architektur- und IT-Planung ein – und verhindert so spätere Nachrüstkosten, Lücken oder Reibungsverluste. Sicherheitsanforderungen müssen spätestens ab HOAI-Leistungsphase 2–3 durch das Facility Management eingebracht und baubegleitend geprüft werden. Das betrifft bauliche, technische und prozessuale Sicherheitslösungen – in enger Abstimmung mit Nutzern, IT, Arbeitsschutz, Datenschutz und ggf. behördlichen Vorgaben.

Sicherheit als Teil der Gebäudeplanung denken

Bedeutung von Security im planungsbegleitenden FM

  • Vermeidung späterer Nachrüstungen (z. B. bei Zutritt, Fluchtwegen, Videoüberwachung)

  • Schutz vor Reputations-, Vermögens- und Personenschäden

  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (z. B. DGUV, BetrSichV, ASR A2.3, Datenschutz)

  • Absicherung von Betriebsprozessen, IT-Infrastruktur, Arbeitsplätzen und sensiblen Bereichen

  • Vorbereitung auf flexible Nutzung, hybride Arbeitswelten und ESG-Vorgaben

Sicherheitsrelevante Themen in der Planungs- und Bauphase

Thema

Beispiele

Zutrittskontrolle

Türsysteme, Schleusen, Drehkreuze, Karten- oder Biometrie-Systeme

Videoüberwachung

Kameraabdeckung, Stromversorgung, Datenschutz-Zonen

Alarmierung & Einbruchschutz

Glasbruchsensorik, Außenhautsicherung, Notrufsysteme

Brandschutz & Evakuierung

Fluchtwegüberwachung, Räumungskonzepte, Sammelstellen

Licht & Sichtachsen

Ausleuchtung sicherheitsrelevanter Zonen, Einsehbarkeit

Server- und Technikräume

Zugangsschutz, Klimasicherung, Redundanzanforderungen

Anlieferung & Besucherzugang

Schleusenkonzepte, Besucher-Apps, Sicherheitsbriefings

Risiko- und Bedarfsanalyse

  • Identifikation von Gefährdungspotenzialen: Wer/was soll geschützt werden?

  • Abstimmung mit Stakeholdern (Sicherheitsdienstleister, IT, Datenschutz, Geschäftsführung)

  • Erstellung eines Sicherheitsanforderungskatalogs inkl. Betriebsrisiken

Planungsschnittstellen sichern

  • Einbindung in TGA-, Elektro- und IT-Planung

  • Mitgestaltung von Zugangskonzepten, Wegführungen, Sichtlinien

  • Prüfung der GLT- und CAFM-Anbindung sicherheitsrelevanter Komponenten

Baubegleitende Kontrolle und Inbetriebnahme

  • Kontrolle der Umsetzung sicherheitstechnischer Maßnahmen (Kamerastandorte, Verkabelung, Leserpositionen)

  • Teilnahme an Systemtests und Übergaben (z. B. Zutritt, Alarmierung)

  • Dokumentation der Funktionsprüfung und Übergabeprotokolle

  • Integration der Datenpunkte in CAFM-Systeme zur Wartung und Kontrolle

Erfolgsfaktoren für sicherheitsgerechte Planung

  • Frühe FM-Einbindung in Sicherheitsplanung ab LPH 2–3

  • Ganzheitliche Sichtweise: Technik, Prozesse, Nutzerführung

  • Berücksichtigung von Betreiberpflichten und Nutzeranforderungen

  • Berücksichtigung zukünftiger Nutzungsflexibilität und ESG-Vorgaben

  • Revisionssichere Dokumentation und digitale Integration

Beispielhafte Checkliste für FM-Sicherheitsabstimmungen

Checkpunkt

Status

Bemerkung

Zutrittskontrollsystem vorgesehen

System X, Türliste liegt vor

Kamerastandorte abgestimmt

Nachlaufende Planung notwendig

Notfalltaster an definierten Punkten

In Besprechung mit IT

Schleusen für Anlieferung

⚠️

Abstimmung mit Logistikteam offen

FM-Zugriff auf Sicherheitsmeldungen

Integration in CAFM geplant

Verknüpfung mit späterem Betrieb

  • Datenübernahme der Zutrittspunkte, Alarmierungen und Videoeinheiten ins CAFM

  • Schulung der Sicherheitsdienste anhand der Planung

  • Definition von SLA, Reaktionszeiten und Zuständigkeiten im Sicherheitsbetrieb

  • Übergabe an Monitoring- und Wartungssysteme inkl. Fristen

  • Integration in Notfall- und Krisenmanagementpläne